„Trauermarsch? Opfermythos?“-Nicht mit uns !

Für den 20. November 2010 mobilisiert das neonazistische “Aktionsbüro Mittelrhein” für einen Naziaufmarsch in Remagen. Unter dem Motto “Eine Million Tote rufen zur Tat!“ wollen neue und alte Nazis ihre geschichtsverfälschende Propaganda auf die Straße tragen.

Anlass für die Neonazis ist das sogenannte „Rheinwiesenlager“ bei Remagen. Dies war eines von etwa 20 US-amerikanischen Lagern für deutsche Kriegsgefangene im Zeitraum Frühjahr bis Herbst 1945. Das Lager in Remagen wurde bereits im Juni wieder aufgelöst.
Die Neonazis versuchen die deutschen Täter zu Opfern umzulügen und behaupten, es hätte dort eine Million Tote gegeben. Tatsächlich dürfte diese Zahl zwischen 5.000 bis 10.000 gelegen haben.

Bereits 2009 fand ein Aufmarsch zum gleichen Thema statt, damals marschierten am 21.November 230 Neonazis auf. Es ist damit zu rechnen, dass die Neonazis versuchen, einen jährlichen Aufmarsch durchzuführen.

Im vergangenen Jahr wurde, am Vorabend des “Trauermarsches”, von Nazis versucht zwei Autos, die sie vermeintlichen Gegendemonstranten_innen zuordneten, in Brand zu setzen.
Nachdem Aufmarsch überfiel eine Gruppe von lokalen Nazis 2 alternative Jugendliche in der Innenstadt von Remagen und verletzte beide so schwer, dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Dieses Treiben darf selbstverständlich nicht unwidersprochen bleiben, daher rufen wir zu kreativen Widerstand auf!

Weitere Infos zu den Gegenprotesten folgen in Kürze!