Was die Namensgebung verrät

Skandal:
Die Namensgebung des „Jagdbombergeschwaders 31 Boelcke“ (der Kommodore Hoppe ist Schirmherr eines geplanten Benefizkonzertes am 23.11.2010 im Haus der Stadt Düren) in verbrecherischer Traditionslinie

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Oswald Boelcke (* 19 Mai 1891 in Giebichenstein, heute Halle an der Saale; † 28.Oktober 1916 bei Bapaume, Somme, Frankreich) war einer der bekanntesten deutschen Jagdflieger im Ersten Weltkrieg.

Unmittelbar nach Boelckes Tod wurde die von ihm kommandierte Einheit in „Jagdstaffel Boelcke“ umbenannt.

Als 1935 unter Hermann Göring im Nazideutschland eine eigenständige Luftwaffe aufgestellt wurde, wurden die ersten Geschwader auf Befehl Adolf Hitlers nach Max Immelmann, Manfred von Richthofen und Oswald Boelcke benannt. So wurde eine Traditionslinie von der Fliegertruppe des 1. Weltkrieges zur Faschistischen Luftwaffe hergestellt.

Teile des „Boelkegeschwaders“ aus Wunstorf waren unter anderem an der Bombardierung der Stadt Guernica (Spanien)und der Stadt Warschau (Polen) maßgeblich beteiligt.

Die Kaserne in Koblenz, in der Boelcke 1911 seinen Militärdienst begann, wurde von den Faschisten 1938 ebenfalls in Boelcke-Kaserne umbenannt.

Die Luftwaffe benannte eines ihrer Flugsicherungsschiffe „Boelcke“.

Die Luftwaffe der Bundeswehr hat mit dem „Jagdbombergeschwader 31 Beolcke“ in Nörvenich auch eine Einheit nach ihm benannt. Die zum Geschwader gehörende Kaserne in Kerpen heißt Boelcke-Kaserne und liegt an der Boelckestraße.

Somit wurde offensichtlich die Traditionslinie von den Fliegern des 1.Weltkrieges über die Flieger der faschistischen Wehrmacht (2.Weltkrieg) zu den Fliegern der Bundeswehr hergestellt.

Es ist ein Skandal, dass ein Jagtbombergeschwader in Nörvenich, die Kaserne in Kerpen und auch eine Straße dieser Stadt Jahrzehnte lang einen Namen trägt, welcher derartig historisch belastet ist und tief verwurzelt in der Elite der Nazi´s eine tragende Rolle spielte.