Archiv für April 2011

Recherche-Aachen

Die Neonazistische Gewalt im Raum Aachen/Düren hat in den letzten Jahren ein Level erreicht das wir als unnerträglich ansehen. Wöchentlich werden Menschen in Aachen von Nazis zusammengeschlagen, bedroht und terrorisiert.

Dieses Projekt soll dazu dienen, aktive Neonazis in der Region Aachen öffentlich kenntlich zu machen und einen Überblick ihrer regionalen, sowie überregionalen Aktivitäten zu erlangen und diese für alle Interessierten zugänglich zu machen.

Das Datum der Veröffentlichung ist nicht ganz zufällig gewählt. Am Freitag den 08. April 2011 sowie am Samstag den 09. April 2011 wollen zum wiederholten Male Nazis aus ganz Deutschland und teilweise auch aus den europäischen Nachbarländern in Stolberg bei Aachen ihre rassistische und menschenverachtende Propaganda auf die Straße tragen.
Mit dem Informationsportal möchte die Recherchegruppe nochmal auf die Nazis hinweisen die alljährlich für diesen Aufmarsch verantwortlich sind und diesen unterstützen bzw. besuchen.

Die antifaschistische Recherchegruppe Aachen möchte alle Leser_innen und Besucher_innen des Informationsportal um ihre Mithilfe bei der Aufklärung und Identifizierung weiterer Nazis aus Aachen und Umgebung bitten. Außerdem natürlich über neue Geschehnisse und Entwicklungen bei den hier aufgeführten Nazis.

http://recherche-aachen.net/index.html

Solidarität mit einem Antifaschisten

Solidarität mit einem Antifaschisten

„Der Kameradschafts“führer“ und NPD Funktionär Rene Laube hat eins auf die Fresse bekommen. So weit so gut. Ist aber schon ein Jahr her. Leider hat ein Gericht den Herrn als so schützenswert empfunden, dass der betreffende Antifaschist aus Düren eine Strafe und „Schmerzensgeld“ bezahlen muss.

Der Hintergrund war dabei, dass die Neonazis eine Veranstaltung in Düren angekündigt hatten. Neonazis, Antifaschisten und Polizei trafen aufeinander. Dabei wurde ein Antifaschist von den Neonazis niedergeschlagen und mit Tritten attackiert. Das war für die Polizei wie so oft kein Grund, gegen die Neonazis einzuschreiten. Als dann der jetzt verurteilte Antifaschist dem am Boden Liegenden zu Hilfe eilte, um ihn zu schützen, wurde Herr Laube angeblich am Kinn touchiert. Deutsche Justiz weiß, wo Ihr Herz schlägt. Wir wissen es auch. Für die Strafe des Antifaschisten dürfen wir nicht sammeln, aber die sonstigen Kosten wie Rechtsberatung usw. können wir unterstützen. Spendet also bitte für den schönen Zweck „Den Nazis aufs Maul“ und nennt das auf der Überweisung als Zweck.

Empfänger: VVN/BdA Aachen
Konto: 15962605
Postbank, BLZ: 50010060

Unübliche Neugier

Von Kurt Pätzold

Die Fraktion der Christlichen Demokraten im Landtag von Nordrhein-Westfalen zeichnet sich offenbar durch eine in ihren Kreisen nicht alltägliche Wißbegier aus. Hervorgerufen wurde die durch eine Maßnahme der Linkfraktion im Düsseldorfer Parlament: Sie gab ihrem Sitzungssaal kürzlich den Namen des Kommunisten und Antifaschisten Jupp Angenfort. jW dokumentierte am Donnerstag (S. 3) eine Kleine Anfrage, die der CDU-Abgeordnete Olaf Lehne aus diesem Anlaß an die SPD/Grünen-Landesregierung gerichtet hat. Eine seiner Fragen an das SPD-Grünen-Kabinett lautet: »Teilt die Landesregierung die Auffassung, daß der historisch präzisere Begriff für die Zeit deutscher Geschichte von 1933 bis 1945 (die andere als die des Faschismus bezeichnen – K.P.) ›Nationalsozialismus‹ ist?«

Da darf die Regierung rätseln. Sie könnte sich auf den Standpunkt stellen, daß eines der Geschichtsinstitute an einer der Universitäten des Landes die richtige Adresse für eine solche Festlegung wäre. Aber wahrscheinlich will sie sich nicht der Unwissenheit zeihen lassen.

Die Sache ist indessen knifflig. Lehnes Formulierung scheint darauf hinzudeuten, daß den Christdemokraten die Bezeichnung »Faschismus« durchaus als präzise gilt, aber wohl nicht als präzise genug. Sie wollen wie auf anderen Feldern auch das Bessere, wenn nicht das Beste. Und das vermuten sie ausgerechnet in einer Kennzeichnung, die zu den größten politischen Etikettenschwindeln der deutschen Geschichte zählt. Denn die Hitler-Rotte war weder von nationaler noch von sozialer Gesinnung. Und den Sozialismus hatten sie in ihr verlogenes Markenzeichen nur eingewirkt, weil sie auf den am meisten verdummten Teil der Deutschen spekulierten, die den Kapitalismus zwar loswerden wollten, aber sich in dieser Sache an die falscheste der verfügbaren Adressen wandten.

AZ- Köln: Räumung bisher verhindert

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http://media.de.indymedia.org/images/2011/03/303848.jpg

Die geplante Räumung des Kölner AZ wurde bisher nicht durchgesetzt. Bullen fuhren zwar auf und zeigten den ganzen Tag und auch die Nacht hindurch Präsenz – das entschlossene Handeln verhinderte aber bisher die Räumung.

Bis mindestens Freitag muss aber weiterhin mit der Vollstreckung gerechnet werden. Zum 1. April soll die Stadt Köln Eigentümerin des Gebäudes in der Wiersbergstraße werden. Der Räumungstitel der Sparkasse Köln Bonn würde dann nichtig.

Mehr Infos: hier, hier, hier