Norwegen: Trauma zu bewältigen

Der Vorsitzende der Norwegischen Kommunistischen Partei (NKP), Svend Haakon Jacobsen, und Jørgen Hovde, Vorsitzender der Jungen Kommunisten in Norwegen, veröffentlichten am Sonntag folgende Stellungnahme zum Terroranschlag von Oslo:

Die Kommunistische Partei (NKP) und die Jungen Kommunisten Norwegens sprechen den Opfern und ihren Familien, die von den Tragödien auf Utøya und in Oslo betroffen sind, ihr Mitgefühl aus und unterstützen alle, die an den Hilfsmaßnahmen beteiligt sind.

Es ist jetzt wichtig, daß das norwegische Volk zusammenarbeitet, um dieses Trauma durch mehr Transparenz und Demokratie zu bewältigen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat erklärt, daß jeder in der Lage sein müsse, am politischen Leben teilzunehmen und seine Ansichten nicht verstecken müsse. Wir Kommunisten werden den Ministerpräsidenten an diesen Worten messen und uns an der Politik und an der Debatte für eine offene Demokratie beteiligen. Wir haben Wissen und langjährige Erfahrung im Kampf gegen den Rechtsextremismus. In dieser Arbeit stehen wir zusammen mit allen fortschrittlichen Menschen im Land.

Große Terroranschläge gegen die Demokratie sind immer von rechts gekommen. Es ist jetzt an der Zeit für eine entschlossene Beendigung der Demagogie gegen Sozialisten und Kommunisten, die für Frieden und Zusammenarbeit zwischen allen Gruppen stehen – das ist dasselbe wie das, was der Ministerpräsident zum Ausdruck gebracht hat.

Terroristische Anschläge erzeugen Angst, und werden oft als Vorwand genutzt, um die Rechte und die persönliche Freiheit einzuschränken. Das norwegische Volk muß sich aktiv dafür einsetzen, daß dies nicht geschieht. Auch Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat erklärt, daß dies als Folge der Angriffe getan werden sollte.

Die NKP und die Jungen Kommunisten in Norwegen unterstützen Ministerpräsident Jens Stoltenberg dabei und hoffen, daß es eine entsprechende Erklärung der Regierung in diesen schweren Zeiten geben wird.