11.September

Mit Gedenkfeiern werden die USA am zehnten Jahrestag an die Anschläge vom 11. September 2001 erinnert. Doch weder Präsident Obama noch die üblichen Medien, die über seine Rede berichten werden, werden (wie in der Vergangenheit) kein Wort darüber verlieren, dass an diesem Tag vor 38 Jahren in Chile eine ganze Demokratie weggebombt wurde. Der von US-Politikern und ihrem Geheimdienst CIA organisierte Putsch hatte weitaus mehr Menschenleben gefordert als die Explosionen in den Zwillingstürmen.

Wir erinnern an den Putsch in Chile

Am 11. September vor 38 Jahren wurde eine ganze Demokratie weggebombt

38. Jahrestag des von den USA massiv unterstützten faschistischen Putsches gegen die demokratisch gewählte Regierung in Chile.

Am 11. September 1973 griffen chilenische Militärs unter Führung von General Augusto Pinochet mit Bombern den Präsidentenpalast Moneda in Santiago de Chile an. Der 1970 frei und demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende verbrannte in den Trümmern. Unter den Bomben endete der Versuch, in dem lateinamerikanischen Staat ein System des demokratischen Sozialismus einzuführen. Mit amerikanischer Unterstützung richtete General Pinochet eine Militär-Diktatur ein, die erst 1989 mit freien Wahlen enden sollte. In dieser Zeit wurden zwischen 5.000 und 30.000 politische Gegner ermordet sowie unzählige Menschen bedroht, gefangen genommen und gefoltert. Etwa 20.000 Chilenen verließen das Land, um den Nachstellungen des Regimes zu entgehen.

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