Polizei stoppt Neonazi-Angriff

Die Polizei hat am Dienstagabend in Dortmund elf Neonazis festgenommen, die allem Anschein nach eine Gruppe Linker attackieren wollten.

Drei der Neonazis hatten die Gruppe zunächst beleidigt und dann offenbar per Handy Verstärkung herbeitelefoniert. Beamten der Bereitschaftspolizei blieb freilich nicht verborgen, dass plötzlich acht Personen aus einem von Neonazis bewohnten Haus im Stadtteil Dorstfeld stürzten, um zum Ort des Geschehens zu laufen. Bevor es zu einem körperlichen Angriff der Rechtsextremisten habe kommen können, hätten die Beamten die elf Personen festgenommen, berichtete die Polizei. Am Morgen seien sie wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden.

Kaum überraschend war, dass nur drei der elf Männer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ihren Wohnsitz in Dortmund haben: Die anderen stammen zum Beispiel aus Mönchengladbach, Geislingen, Göppingen, Dresden und der Schweiz. In der Woche vor der Demonstration zum „Nationalen Antikriegstag“ halten sich fast schon traditionell zahlreiche Neonazis aus anderen Regionen bei den „Autonomen Nationalisten“ in der Ruhrgebietsstadt auf. (ts)