Archiv für Oktober 2012

»… im Falle X kaltgestellt«

Vor 60 Jahren flog in der BRD eine staatlich geförderte Untergrundarmee aus alten Nazis auf. Eine Geschichte von frappierender AktualitätVon Mario Tal

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Von deutschen und US-amerikanischen Stellen gesponserte Rechtsextremisten: Die führenden Funktionäre des Bundes Deutscher Jugend Paul Lüth, Gerhard Bischoff, Norbert Hammacher und Heinz Schipplack (v.l.n.r.) (mehr…)

»Wir werden unseren Hungerstreik fortsetzen«

Trotz Polizeischikanen: Flüchtlinge am Brandenburger Tor in Berlin halten aus. Ein Gespräch mit Ashkan Khorasani
Interview: Gitta Düperthal

Der Iraner Ashkan Khorasani und 16 andere Flüchtlinge befinden sich seit Mittwoch in Berlin im Hungerstreik (mehr…)

Die Historikerin Bettina Oesl hat herausgefunden:

Adolf Hitler war kein Nazi!

So oder ähnlich kann das Ergebnis der Recherche gewertet werden, die Bettina Oesl zu Adolf Wamper durchgeführt hat.

Die Ergebnisse der Recherche wurden am Samstag, 20. Oktober 2012, präsentiert zum 13. Treffen der ehemaligen Kriegsgefangenen in Remagen. Warum eigentlich gerade da?

Demnach sei Wamper Mitglied der NSDAP gewesen und habe als Künstler “ohne Zweifel für das damalige Regime gearbeitet”.

Dennoch zog die Historikerin folgendes Fazit: (mehr…)

Hürtgenwald bleibt Pilgerstätte für Neofaschisten

Am vergangenen Wochenende war die Gemeinde Hürtgenwald erneut Schauplatz einer neofaschistischen Veranstaltung. Die „Russlanddeutschen Konservativen“, ein Zirkel neonazistischer sogenannter „Spätaussiedler“ führten im Raum Hürtgenwald am 20. und 21. Oktober ihre „Jahrestagung“ durch.

Obwohl die Verantwortlichen des Museums „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ als auch Teile der Kommunalpolitik nach Kenntnis der Antifa Düren spätestens seit Freitagabend über die bevorstehende extrem rechte Tagung informiert waren, konnten etwa 15 Teilnehmer/innen – darunter der verurteilte Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub – am Sonntagvormittag ungehindert den Soldatenfriedhof in Vossenack, das angrenzende „Mahnmal“ der „Windhund-Division“ sowie das Museum besuchen.


Zweiter von rechts im weißen Hemd Bernhard Schaub vor dem Museum in Hürtgenwald-Vossenack (mehr…)

»Die Straße frei« – für Nazis

Geschichte. Vor 90 Jahren: Am 14. und 15. Oktober 1922 findet in Coburg der »Deutsche Tag« statt
Von Manfred Weißbecker

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Terror gegen die Arbeiterbewegung: Mitglieder der SA vor dem Stabsquartier der NSDAP in Coburg, 14. Oktober 1922 (mehr…)

Eine „krasse Fehlentscheidung“

Von Tomas Sager

Das Dortmunder Landgericht verhandelt seit Mitte Mai gegen vier Neonazis unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung – nun könnte ein Antrag des Anwalts, der die Nebenkläger vertritt, die politische Dimension des Verfahrens wieder stärker in den Blickpunkt rücken. (mehr…)

Rostock wirkt

In den »national befreiten« Zonen sind die Neonazis und ihre Einstellungen nach wie vor hegemonial. 20 Jahre nach den Pogromen von Rostock wiederholen sich auch die rassistischen Diskussionen über Flüchtlingsheime und das Asylrecht.

»Rostock ist überall« – so stand es an der Betonwand des alten Kasernengebäudes, das als Flüchtlingsunterkunft dient, daneben das obligatorische Hakenkreuz. Auch Farbbeutel und Steine wurden geworfen in Waßmannsdorf, einem Ortsteil von Schönefeld am Südrand Berlins. Im vorpommerschen Wolgast erklärte ein Begrüßungskomitee örtlicher Nazis den neu eingetroffenen Asylbewerbern, dass man ihre Plattenbauunterkunft demnächst anzünden werde. Im sächsischen Gröbnitz sind es die vielbeschworenen Normalbürger, die mit Demonstrationen und Unterschriftenaktionen gegen eine geplante Asylunterkunft mobil machen. Und auch in Essen macht die „NPD“ zusammen mit „Normalbürgern“ Stimmung gegen Asylbewerber und deren Unterbringung in einer Asylbewerbernotunterkunft. So hat die NPD für diesen Freitag in Essen eine Demo unter dem Motto: „Nein zur Unterbringung von Asylbewerbern in Essen“ angemeldet. (mehr…)

1000 Berliner solidarisierten sich spontan mit Flüchtlingen

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Rund 1000 Menschen beteiligten sich am Montag abend an einer Spontandemonstration für die Freilassung von festgenommenen Flüchtlingen in Berlin. Am Vormittag hatten Asylbewerber, die seit mehr als einer Woche in einem Protestcamp am Kreuzberger Oranienplatz wohnen, vor der nigerianischen Botschaft in der Alten Jakobstraße demonstriert. Deren Mitarbeiter unterstützten die deutschen Behörden bei der Abschiebung von Menschen mach Afrika, etwa durch die Ausstellung von Ausweisen – selbst an Menschen, die bestreiten, daß sie aus Nigeria stammen. (mehr…)

„Parteifreie“ jetzt für „Die Rechte“ aktiv?

Dennis Giemsch, einst Anführer der im August verbotenen Neonazi-Gruppe „Nationaler Widerstand Dortmund“, ist als Beisitzer in den Bundesvorstand von Christian Worchs Partei „Die Rechte“ gewählt worden. (mehr…)

Kundgebung gegen Abschiebungen und staatlichen Rassismus

Samstag, 20.Oktober 2012 // 14 Uhr // Aachen Markt

Es wird vor Ort Redebeiträge, einen Infotisch sowie Essen gegen Spende geben.

Ende Januar 2012 erhängte sich Mohammad Rahsepar im Flüchtlingslager Würzburg: Er, wie auch viele andere vor ihm, zerbrach nach Monaten des ungewissen Wartens auf die Stattgabe eines Asylantrages, den unhaltbaren Zuständen im Flüchtlingslager, der ständigen Angst vor einer Abschiebung und an der deutschen Flüchtlingspolitik. (mehr…)