Archiv für November 2012

„Patriotische Alternative“

Von Tomas Sager

In Nordrhein-Westfalen erhalten NPD, „Die Rechte“ und „pro NRW“ zusätzliche Konkurrenz im Spektrum der Rechtsaußenparteien. Mit bisherigem Schwerpunkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich eine „Soziale Heimat Partei“ (SHP) gebildet. (mehr…)

Faschisten bleiben »Drecksbande«

Die Bezeichnung von Faschisten in ihrer historischen Kontinuität als »Drecksbande« ist keine Beleidigung, sondern durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. So urteilte das Amtsgericht Oranienburg am Montag. Angeklagt war der Antifaschist Lothar Eberhardt, der im Rahmen einer anderen gerichtlichen Auseinandersetzung, bei der er Kläger gegen einen bekannten Neonazi war, in einer Verhandlungspause geäußert hatte: »Ein Faschist bleibt ein Faschist, die hauen uns wieder auf dem Kopf herum, die Drecksbande!« (mehr…)

Ein Leben lang gekämpft

Er sprengte die Kommandantur im französischen Creuse: Adolphe Low, der letzte ­deutsche Spanienkämpfer, ist im Alter von 97 Jahren gestorben
Von Esther Broß und Paul Bauer

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Gruppenbild mit Selbstauslöser: Adolphe Low (stehend) mit Kameraden des Bataillons Edgar André. Spanien, 1939 (mehr…)

Hartnäckigkeit der Antifa trägt erste Früchte

Jahrelang weist die Antifa Düren auf drei offizielle Veranstaltungen im Kreis Düren hin, bei denen inhaltlich starke Anknüpfungspunkte für Neonazis bestehen die diese immer wieder zur Teilnahme ermutigen.

- Gedenken an die Zerstörung der Stadt Düren am 16.November 1944
- „Volkstrauertag“
- „Tag der Heimat“

Menschen aus der Antifa fordern die Verantwortlichen seit Jahren auf, daran etwas zu ändern. (mehr…)

„Träger des Regimes“

Das Institut für Zeitgeschichte hat die Vergangenheit des Bundes der vertriebenen untersucht. An der Spitze des Verbandes standen fast ausnahmslos NS- belastete Funktionäre.
von Klaus Wiegrefe (Aus „Der Spiegel“ 47/2012)

Winter 1965, zwei Amtsträger des Bundes der Vertriebenen (BdV) sitzen im Auto auf dem Weg nach Lübeck: Rudolf Wollner, einer der Vizepräsidenten, und Jochen Brennecke, der Kulturreferent. Auch Brenneckes Frau ist dabei. (mehr…)

Rückschlag für Hitler

Vor 70 Jahren zerstören Partisanen eine Eisenbahnverbindung in Griechenland
Von Martin Seckendorf

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Koordinierte Aktion: Englische Soldaten und griechische EDES- und ELAS-Partisanen bringen die Brücke zum Einsturz

Am 26. November 1942 gegen ein Uhr zerrissen Gewehrfeuer, MG-Salven und explodierende Handgranaten die nächtliche Stille am Thermopylen-Paß in Mittelgriechenland. Nach einer Stunde war der Gefechtslärm abgeebbt. Danach erfolgte eine gewaltige Detonation. Ein riesiger Lichtblitz schoß in den Nachthimmel. Nach einer zweiten kleineren Explosion kehrte wieder Ruhe in das Tal ein – in diesem Moment war eine der spektakulärsten Aktionen des europäischen Widerstandes gegen den Faschismus im Zweiten Weltkrieg erfolgreich abgeschlossen worden. (mehr…)

„Opferbrei“

In Düren findet jedes Jahr am 16. November eine Gedenkveranstaltung auf dem Kaiserplatz vor dem Werk des Nazikünstlers Adolf Wamper statt, um an die Zerstörung der Stadt zu erinnern.

Die Inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung am 16.November:
„Die Dürener Bevölkerung gedenkt der Opfer des verheerenden Bombenangriffs auf ihre Stadt am 16. November 1944 und aller Opfer von Krieg und Gewalt“.

Hiermit werden Tote eines Tätervolkes mit ihren Opfern auf eine Stufe gestellt. Mehr noch, es wird der Eindruck erweckt die Ereignisse vom 16.November 44 seien schlimmer als all die Verbrechen, die von den Deutschen begangen wurden. Dies ist eine Verhöhnung der Opfer! (mehr…)

Antifaschistische Aktionseinheit

November 1932 – Wird Hitler gestoppt?
Bei den Reichstagswahlen erlitt die NSDAP einen Rückschlag

Von Heinz Karl

In gut zwei Monaten jährt sich zum achtzigsten Mal der Tag, an dem die größte Katastrophe der deutschen Geschichte begann. Die bürgerliche Geschichtsschreibung und Publizistik ist von jeher – und verstärkt seit der Einverleibung des alternativen, sozialistischen deutschen Staates in die kapitalistische, imperialistische BRD – bemüht, den Weg in diese Katastrophe zu vernebeln, ihn als alternativloses Verhängnis hinzustellen, Ursachen und Triebkräfte dieser Entwicklung zu verschleiern und zu verfälschen und damit der Frage nach der historischen Verantwortung auszuweichen oder sie demagogisch, geschichtsfälschend zu beantworten. (mehr…)

„Volkstrauertag“ 2012 im Kreis Düren

Der Volkstrauertag ist das Erntedankfest der Rüstungsindustrie

Auch in diesem Jahr haben sich Pfaffen, Kriegsveteranen, Politiker, Militärs der Bundeswehr und Nazis im Kreis Düren an den Kriegsgräbern in der Gemeinde Hütgenwald versammelt um in erster Linie ihrer Toten zu gedenken. Ihre Toten, das sind Soldaten verschiedener Ränge der faschistischen Wehrmacht, die in Vossenack und Hürtgen beigesetzt wurden. Unter ihnen auch Angehörige der Waffen SS und der Generalfeldmarschall Walter Model. Viele von denen haben sich in unterschiedlicher Weise an Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg beteiligt. Ohne die faschistische Wehrmacht, die Angehörigen haben ihren Treueschwur auf Adolf Hitler abgelegt, wären die einzigartigen Verbrechen des Faschismus nicht möglich. Begangen unter Anderem in den im ganzen „Reich“ verteilten Konzentrationslagen (KZ). Synonym dafür ist das KZ Auschwitz. Aber auch in den von der Wehrmacht überfallenen Ländern. Am Ende dieses Krieges wurden über 50 Millionen Tote gezählt. Ganze Landstriche waren verwüstet ganz besonders im Osten. (mehr…)

Der V-Leute-Sumpf

Vorabdruck. Staat und Faschisten Hand in Hand? Die BRD-Geschichte kennt viele Spitzel, die führend am Aufbau von Nazistrukturen beteiligt waren
Von Ulla Jelpke

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Faschistische Strukturen sind seit 1990 für zahlreiche Anschläge auf migrantisches Leben verantwortlich (türkischer Friseursalon in Köln-Mülheim nach einer Nagelbombenexplosion, 9.6.2004)

Anfang Dezember erscheint das Heft 6/2012 der Marxistischen Blätter. Daraus in gekürzter Fassung der Beitrag der Innenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke Ulla Jelpke. (mehr…)