Archiv für März 2013

Kreuz mit Haken

Am 28. März 1933 machte die katholische Kirche in Deutschland mit der Erklärung der Fuldaer Bischofskonferenz ihren Frieden mit dem Naziregime
Von Kurt Pätzold

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Katholischer Segen: Der Bischof von Berlin, Nikolaus Bares, der päpstliche Botschafter im Deutschen Reich, Cesare Orsenigo, und »Schwabenbischof« Augustin Pacha vom Bistum Timisoara in Rumänien (v.l.n.r.) bei der Papstkrönungsfeier 1934 im Berliner Sportpalast (mehr…)

Verbotspolitik endgültig gescheitert

NRW-Innenminister geriert sich wortgewaltig. Schlüssiges Konzept gegen Worch-Partei »Die Rechte« fehlt
Von Markus Bernhardt

Die vom nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) im August letzten Jahres erlassenen Verbotsverfügungen gegen mehrere neofaschistische Kameradschaften haben sich mittlerweile als nicht ausreichendes Mittel im Kampf gegen militante Nazigruppen herausgestellt. Mit dem »Nationalen Widerstand Dortmund«, der »Kameradschaft Aachener Land« und der »Kameradschaft Hamm« hatte Jäger zwar die aktivsten rechten Gruppierungen im bevölkerungsreichsten Bundesland verboten. Führende Mitglieder dieser Zusammenschlüsse sind jedoch mittlerweile in der vom bundesweit aktiven Nazikader Christian Worch gegründeten Partei »Die Rechte« aktiv (jW berichtete). (mehr…)

Buschkowsky- Veranstaltung

Deutlich weniger Teilnehnmer als erwartet, Kritiker durften nicht rein.

Auch wenn die Veranstaltung am 21.03.2013 in Düren nicht verhindert werden konnte, so war es doch ein Teilerfolg, das auf Grund der angekündigten Proteste, nur 60 Leute dem Hassprediger Buschkowsky zugehört haben. Wir gehen davon aus, das 2/3 von denen die vorhatte an diesem Abend ins Haus der Stadt zu gehen, Zuhause geblieben sind. (mehr…)

Aufruf zur Demonstration am 29.05.2013

29.5.1993 – 29.5.2013 20 Jahre nach dem Solinger Brandanschlag Demonstration gegen Rassismus und Neofaschismus: Das Problem heißt Rassismus!

Vor 20 Jahren wurden Gürsün Ince, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya Genç und Saime Genç, fünf Frauen und Mädchen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte, bei einem Brandanschlag in Solingen ermordet. Dieses Verbrechen war der entsetzliche Höhepunkt einer Reihe von rassistischen Pogromen und Anschlägen gegen MigrantInnen. (mehr…)

Wenn Buschkowsky kommt, kommen wir auch!

Wir laden hiermit noch einmal ausdrücklich alle Menschen ein, die für Buschkowsky keine Heimspielatmosphäre bei seiner Veranstaltung am 21.03.2013 um 20.00 Uhr in Düren im Haus der Stadt aufkommen lassen wollen, an diesem Tag um 19.00 Uhr zum Haus der Stadt zu kommen.

Wir haben bei der Veranstalterin Heidi Meier Grass weitere 50 Karten für die Antifa reservieren lassen.

Diese Bestellung wurde von der Ratsfrau, die für die „Bürger für Düren“ (BfG) in Stadtrat vertreten ist mit folgendem Zitat von Rosa Luxemburg quittiert: „Die Freiheit, die ich meine, ist immer die des anders Denkenden.“ Für Frau Meier-Grass scheint diese Freiheit grenzenlos zu sein. Für uns NICHT! Da Meinungen von Hasspredigern wie Buschkowsky, in letzter Konsequenz zu „NSU- Morden“ und faschistischen Terror führen, hört spätestens dann für uns der Spaß auf. (mehr…)

Keinen freundlichen Empfang für Buschkowsky

AntifaschistInnen haben Karten reserviert um Buschkowsky am 21.03.2013 in Düren gebührend zu empfangen. Wenn der notorische Ausländerhasser kommt, kommen auch wir. Wer wie wir nicht zulassen möchte, dass der Bürgermeister aus Neukölln seinen Hass auch in Düren sät, für diese Menschen sind noch 15 Karten da. 54 Karten sind bereits an Kritiker vergeben. Rechtzeitiges erscheinen (19.00 Uhr vor dem „Haus der Stadt) sichert die erfolgversprechendste Ausgangsposition.

Infos zum braunen Sheriff von Neukölln: https://linksunten.indymedia.org/de/node/64331

Neues Roma-Mahnmal mit bewegender Gedenkfeier eingeweiht

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Das neue Mahnmal in Form einer von André Hennecken gestalteten Stele soll an das Schicksal der deportierten und in Auschwitz getöteten Stolberger Roma erinnern, und ein Ort sein, an dem man ins Gespräch kommt, um Zukunft zu gestalten. Foto: D. Müller

Mit einer bewegenden Gedenkfeier ist am Sonntag das neue Mahnmal, das an die 37 verschleppten und in Auschwitz ermordeten Stolberger erinnert, am Hauptbahnhof eingeweiht worden.

Mehr Infos: hier

Polizeischutz und Proteste

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot sind am Samstagmittag rund 80 Neofaschisten aus dem Umfeld verbotener „Kameradschaften“ vor dem Theater in der Aachener Innenstadt aufmarschiert. Aufgerufen hatte der Kreisverband der Partei „Die Rechte“. Wenig später hielten rund 30 Pro NRW-Mitglieder eine Kundgebung in Eilendorf ab.

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Ekelhaft! Faschistenpack auf dem Theaterplatz in Aachen am 16.03.2013

Erste Berichte und weitere Fotos: hier, hier,hier hier

Buschkowsky-Lesung wegen Protesten abgebrochen

Eigentlich wollte Heinz Buschkowsky am Donnerstagabend in den Neukölln-Arcaden aus seinem vieldiskutierten Buch „Neukölln ist überall“ lesen. Doch dann kamen rund hundert Menschen und protestierten lautstark.

Wie die Berliner Polizei bestätigte, musste eine Lesung von Heinz Buschkowsky in der Helene-Nathan-Bibliothek in den Neukölln-Arcaden am Donnerstagabend vom Veranstalter abgebrochen werden. Demnach waren rund 250 Menschen vor Ort, von denen aber rund 100 keineswegs im Sinn hatten, dem streitbaren Bezirksbürgermeister zu lauschen. Sie protestierten, und zwar so lautstark, dass der Veranstalter nach einer guten halben Stunde entschied, die Lesung abzubrechen. Nach Angaben der Polizei waren zwar Beamte vor Ort, mussten aber nicht tätig werden: Es gab keine Festnahmen.

Auch in Aachen war kein Platz für den Ausländerhasser Buskowsky!
Siehe: hier

Theaterplatz: Neonazi-Kundgebung unter Auflagen

Aachen. Zwei für Samstag geplante Kundgebungen extrem rechter Parteien hat die Polizei teils unter Auflagen genehmigt. Um 12 Uhr will „Die Rechte“ (DR) in der Aachener Innenstadt demonstrieren. Die rassistische Partei „Pro NRW“ hat sich für 14 Uhr im Stadtteil Eilendorf angekündigt.

„Gegen die staatliche Verfolgung der Deutschen – Freiheit für alle politischen Gefangenen“ lautet das Motto, unter dem DR am Elisenbrunnen eine Kundgebung abhalten wollte. Diesem Vorhaben machte die Polizei einen Strich durch die Rechnung. Es seien strenge Auflagen erlassen worden, teilte Polizeipressesprecher Paul Kemen heute mit. Etwa, dass die Neonazis ihre Versammlung anders als geplant am Theaterplatz abhalten müssen. Dort soll die Kundgebung gegen 12 Uhr beginnen und um 13 Uhr beendet sein. Obwohl „Die Rechte“ in der Region maßgeblich durch ehemalige Aktivisten der seit August 2012 verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ geprägt ist, sieht die Polizei trotz intensiver Prüfung vor dem „Hintergrund der besonderen Bedeutung der Versammlungsfreiheit“ keine Handhabe für ein Verbot.

An dem beabsichtigten Verbot von „Fackelmarsch“ und „Trauermarsch“ am 5. und 6. April 2013 in Stolberg (Städteregion Aachen) hält der Aachener Polizeipräsident Klaus Oelze hingegen weiterhin fest. Die jeweiligen Anmeldungen von DR in Aachen und Stolberg seien völlig unterschiedlich zu bewerten.