Buschkowsky- Veranstaltung

Deutlich weniger Teilnehnmer als erwartet, Kritiker durften nicht rein.

Auch wenn die Veranstaltung am 21.03.2013 in Düren nicht verhindert werden konnte, so war es doch ein Teilerfolg, das auf Grund der angekündigten Proteste, nur 60 Leute dem Hassprediger Buschkowsky zugehört haben. Wir gehen davon aus, das 2/3 von denen die vorhatte an diesem Abend ins Haus der Stadt zu gehen, Zuhause geblieben sind.

Auf Grund der Ankündigung, dass am 21.03 auch Menschen an der Buschkowsky Veranstaltung im Haus der Stadt Düren teilnehmen wollen, die seine Thesen nicht teilen, hat die Veranstalterin Heidi Meier- Grass, Stadtratsmitglied der „Bürger für Düren“ (BfG), die als öffentlich geplante Veranstaltung kurzfristig als nichtöffentlich erklärt. Somit hat sie sich juristisch in die Lage versetzt, zu bestimmen, wer an der Veranstaltung teilnehmen darf und wer nicht.

Ein Großaufgebot an Polizei und ein privater Sicherheitsdienst sorgte am Abend dann dafür, dass nur Publikum , welches von Frau Grass persönlich begutachtet und für würdig eingestuft wurde, Einlass gewährt wurde. Menschen welche nach Meinung von Frau Grass als Andersdenkende angesehen wurden, wurden nicht eingelassen. Das von Meier Grass in diesem Zusammenhang benutzte Zitat von Rosa Luxemburg: „Freiheit, ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ wurde von ihr in diesem Zusammenhang eigenwillig interpretiert beziehungsweise praktisch gehandhabt. Mit diesem Luxemburg- Zitat wollte Frau Grass für den Hassprediger aus Neukölln Meinungs- und Redefreiheit an mahnen. Für andere, kritische Meinungen, gilt dieses Zitat nach Lesart von Meier-Grass natürlich nicht. Für sie ist dies, laut Dürener Zeitung, „Meinungsterror“.

Für uns ist die Meinungsfreiheit selbstverständlich ein hohes Gut aber nicht grenzenlos. Im Gegensatz zu Frau Meier Grass hört diese für uns da auf, wo sie in letzter Konsequenz zu „NSU- Morden“ und faschistischen Terror führt. Auch wenn Buschkowsky sicherlich kein Faschist ist, so reiht er sich mit vielen seiner Thesen dennoch in die Reihe der Stichwortgeber für radikale Faschisten ein, die auch vor Mord und Terror nicht zurückschrecken.

Unsere Devise lautet: „Wehrt den Anfängen“ . Teile der Thesen von Buschkowsy gehören dazu. Die Verbreitung galt es zu verhindern beziehungsweise nicht unkommentiert im Raum stehen zu lassen.

An diesem Abend an der Eingangstür zu stehen und die Gäste zu beobachten brachte einiges an Erkenntnisgewinn.

Erste Erkenntnis:

Der für die faschistische NPD ins Rathaus eingezogene Rene Rothhanns war privater Gast von Frau Meier- Grass. Rothhanns, der vor einiger Zeit aus der faschistischen NPD ausgetreten ist und somit seinem Rauswurf zuvorgekommen war, wurde im Gegensatz zu Antifaschisten von Frau Meier- Grass eingelassen. Wie sich dies politisch weiterentwickelt, werden wir im Auge behalten müssen.

Zweite Erkenntnis:

Der Abend hat gezeigt, das Rothhanns zu seinen faschistischen Gesinnungsfreunden weiterhin engen Kontakt pflegt. In der Vergangenheit hatte Rothhanns immer wieder versucht, seinen Austritt aus der NPD als Ausstieg zu verkauft. Dies, sowie die öffentlichen Äußerungen von Rothhanns, dass er mit seinen Kameraden nichts mehr zu tun hat, sind an diesem Abend widerlegt worden. Folgendes wurde beobachtet. Im Laufe des Abends standen ca 8 ehemalige Mitglieder von in NRW verbotenen faschistischen Kameradschaften und der NPD vor der verschlossenen Tür des Veranstaltungsortes. Unter ihnen der Führer der Kameradschaft Aachener Land, Rene Laube aus Vettweiß/Kelz. Fast alle anwesenden Faschisten sind inzwischen in der Partei „Die Rechte“ aktiv und haben sich am vergangenen Wochenende in exponierter Position an einem Aufmarsch, der von der Partei „Die Rechte“ organisiert wurde, auf dem Theaterplatz in Aachen beteiligt. Rene Laube zückte sein Handy, rief an und kurz darauf erschien Rothhanns. Offensichtlich war er ihr Verbindungsmann. Dieser kam aus der Tür und ging auf die Gruppe zu und wurde besonders von seinem Kameradenführer Laube freudig begrüßt. Dieser bat ihn, sich bei der Veranstalterin dafür einzusetzen damit diese den Faschisten Einlass gewährt. Nebenbei hat Rothhanns den Laube noch darüber in Kenntniss gesetzt, dass auch Menschen aus der Antifa vor Ort sind. Dann ging Rothhanns wieder zurück in den Saal und kam mit der Veranstalterin Frau Meier Grass zurück die freundlich auf die Faschisten zuging. Bei ihrem Gespräch mit der Gruppe erklärte Heidi Meier- Grass, dass sie gegenüber beiden Parteien neutral eingestellt sei. Sie betonte mehrmals, dass sie in kein „falsches“ Licht gerückt werden möchte, indem sie radikale Gruppierungen an ihrer Veranstaltung teilhaben lässt. Allerdings bemerkte sie abschließend gegenüber den Neonazis, dass sie davon ausgehe, dass bei eventuellem Einlass von beiden Gruppen ganz bestimmt die „böse Antifa“ randalieren würde.

Wir gehen davon aus, dass ohne die Anwesenheit von Antifaschistinnen auch der Gruppe um Rene Laube der Eintritt gewährt worden wäre.

Fazit:

- Das Faschisten an diesem Abend auftauchen und auch vereinzelt an der Veranstaltung teilnahmen hat Frau Meier Grass billigend in Kauf genommen. Ihr konnte nicht verborgen geblieben sein, dass sich Faschisten von den Buschkowskythesen ebenso angezogen fühlen wie Fliegen von einem Haufen Scheiße.

- Wenn Frau Meier- Grass von Freiheit der Meinung spricht, gilt dies offensichtlich nach Rechts grenzenlos bis hin zu Faschisten der übelsten Sorte. Antifaschismus ist für Meier- Grass „Meinungsterror“ und wird von Ihr abgelehnt.

- Rene Rothhanns ist kein Naziaussteiger und hat weiterhin zu seinen radikalen Freunden aus der KAL und NPD Kontakt.

- Meier- Grass von „Bürger für Düren“ zählt Rene Rothhanns ehemals „NPD“ zu ihren privaten Gästen. Antifaschisten sind unerwünscht

- Die Veranstaltung mit Buschkowsky hat gezeigt, dass die „BfD“ in Zukunft mit Rechtspopulismus punkten wollen. Den Aktivitäten der „Bürger für Düren“ muss deshalb in Zukunft mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Wehrt den Anfängen!
Gegen Faschismus, Rassismus und Ausländerhass!