Archiv für Mai 2013

Türkische Faschisten beziehen größere Räume

Antifaschisten befürchten verstärkte Aktivitäten in Düren

Düren. Die faschistischen „Grauen Wölfe“ vergrößern in Düren ihre Basis. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Jugendorganisation der faschistischen „MHP“ ihre angemieteten Räume in der Neuen Jülicher Straße aufgegeben und ein neues Objekt in der Schenkelstraße 9 in Düren bezogen. Es ist zu befürchten, dass dies ein Signal ist, dass die türkischen Faschisten in Zukunft mehr Aktivitäten in der Stadt planen. Außerdem ist dies ein Hinweis darauf, dass hinter ihnen finanzstarke Kräfte stehen, denn die Miete dort dürfte nicht gerade niedrig sein.

Noch ist offiziell nicht bekannt, wer der Eigentümer dieser Immobilie ist (offenbar ein Herr Müller). Verwaltet wird dieses Gebäude jedenfalls von der Immobilienverwaltung Czernitzky in Düren Stürzstraße 1. Ob Unwissenheit, Profitgier oder Sympathie mit den Faschisten Motive für die Vermieitung sind, konnte noch nicht geklärt werden.

Unabhängig von den Beweggründen des Verwalters/Eigentümers werden wir diesen Zustand nicht unwidersprochen hinnehmen. Als ersten Schritt fordern wir den Verwalter von dieser Stelle aus auf, den Faschisten die Räume nicht zu vermieten. Ein eventuell schon geschlossenen Vertrag mit diesen sollte gekündigt werden. Weitere Schritte unserseits hängen von der Entscheidung des Vermieters ab. Wer Räume an Faschisten vermietet macht sich mitschuldig an deren Verbrechen.

Keinen fußbreit den Faschisten

Weitere Infos: hier


Geräumte Basis der Faschisten in der Neuen Jülicher Straße


Neue Basis der Faschisten in der Schenkelstraße 9


Das Logo der „MHP“ in der Schenkelstraße 9

Farbanschlag auf islamische Gemeinde

Offene Morddrohungsparole in Düren deutet auf rechte Täterschaft hin

Düren. Der Eingangsbereich einer islamschen Gemeinde in Düren wurde am Pfingstwochenende beschmiert. Darauf haben „Islamische Verbände jetzt hingewiesen. Die Parole: „NSU lebt weiter und ihr werdet die nächsten Opfer sein!!!“ “ kritzelten demnach in der Nacht von Samstag auf Sonntag (19. Mai) Unbekannte an die Wände.

Opfer des Farbanschlags war die marokkanische beziehungsweise die albanische islamische Gemeinde in Düren in der Josefstraße. Die dort angebrachte Parole, siehe Foto,  ist eine offene Morddrohung. Sie lässt keinen Zweifel daran, aus welcher politischen Ecke die Täter kommen.

Die Betreiber des Zentrums haben sofort nach der Entdeckung die Polizei informiert und Anzeige erstattet. Beamte waren am Pfingstsonntag vor Ort, haben Bilder gemacht und die Anzeige aufgenommen.

Ein schwacher Trost ist es, dass diese rassistische Schmiererei eine kurze Halbwertzeit hatte.

Trotz unserer kritischen Haltung gegenüber sämtlichen Religionsgemeinschaften verurteilen wir diesen Anschlag und stellen uns in dieser Situation solidarisch auf die Seite der Betroffenen. Dies haben wir den Menschen mitgeteilt.

Wir Antifaschisten fordern von der Polizei umfangreichere Ermittlungen als bisher in solchen Fällen. Die Täter müssen zügig ermittelt und zur Verantwortung gezogen werden. Auf Polizei und Politik allein können wir uns erfahrungsgemäß diesbezüglich nicht verlassen. Das zeigen die Ereignisse um den NSU sehr deutlich. Teilweise haben die Sicherheitsorgane aktiv auf Seiten des NSU mitgemischt oder haben die Aufklärung behindert. Zur Aufklärung ist allerdings mehr politischer Druck von unten notwendig.

Der beste Schutz vor faschistischen Umtrieben sind starke örtliche antifaschistische Strukturen, die es in Düren aufzubauen gilt.

Dem Dürener „Bündnis gegen Rechts“ schlagen wir vor, kurzfristige eine öffentliche und solidarische Aktion vor Ort zu organisieren, an der wir uns als AntifaschistInnen selbstverständlich beteiligen.

20 Jahre nach Brandanschlag Demonstranten gedenken der Opfer

Mehr als 200ß Menschen sind am Samstag zu einer Demonstration gegen Rassismus in die Solinger Innenstadt gekommen. Die Polizei sprach schon am Mittag von einer größeren Zahl an Demonstranten, als zuvor von Veranstaltern angemeldet.

Mit der Veranstaltung wollte ein linkes Bündnis verschiedener Gruppen an die fünf Mordopfer erinnern, die am kommenden Mittwoch vor 20 Jahren beim Solinger Brandanschlag
durch vier später verurteilte Faschisten umgebracht wurden.

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Demo nach dem Anschlag

Einen ersten Halt machten die Demonstranten am Solinger Rathaus, wo verschiedene Redner an die Mordopfer von 1993 erinnerten. Vom Rathaus ging es dann später zur Unteren Wernerstraße, wo bis zum 29. Mai 1993 das Haus der türkischstämmigen Familie Genc gestanden hatte. Dort legten die Demoteilnehmer eine Gedenkminute für die Opfer ein.

Am späteren Nachmittag versammelten sich die Demonstranten dann zu einer Abschlusskundgebung auf dem Graf-Wilhelm-Platz. Anschließend gab die linke türkische Gruppe „Yorum“dort ein Konzert. (mehr…)

Nazidemonstration verhindert!

Blockadekonzept erfolgreich durchgesetzt ++ über 2000 Menschen blockieren erfolgreich Naziaufmarsch ++ mehrere Verletzte durch massiven Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz ++ kraftvolle antifaschistische Demonstration durch die Südstadt ++ Abreise der Nazis in Mühlacker und Stuttgart gestört

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Antifaschistische Blockade am Bahnhof

Am 25. Mai 2013 versuchten Nazis einen Aufmarsch mit bundesweitem Charakter in Karlsruhe durchzuführen. Neben dem Antifaschistischen Aktionsbündnis Karlsruhe, dessen Aufruf von mehr als 60 Organisationen unterzeichnet wurde, mobilisierten unter dem Motto „Den Nazis keinen Meter“ landesweit antifaschistische Gruppen und Initiativen zur Verhinderung des faschistischen Aufmarsches. Mit mehreren Blockaden verhinderten etwa 2500 AntifaschistInnen die geplante Nazidemonstration, einige hundert AktivistInnen zogen im Anschluss daran mit einer Demonstration durch Karlsruhe. (mehr…)

Weiter ausgegrenzt

20 Jahre nach dem »Asylkompromiß«: »Boot ist voll«-Kampagne auch heute noch wirksam. Amnesty International kritisiert deutsche Flüchtlingspolitik
Von Markus Bernhardt

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Schluß mit der Diskriminierung: Demonstration am 23. März 2013 in Berlin
Foto: Andreas Domma

Den ganzen Artikel: hier
Ein weiterer Artikel zum Thema: hier

Gründung von Kreisverbänden der Partei „Die Rechte“ in der Region Aachen

Wer glaubt, dass alles was rund um den „NSU“ geschehen ist, geschieht und noch geschehen wird auf Versagen der Behörden zurück zu führen ist, muß wohl mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein. Offensichtlich steckt hinter dem Verschweigen und Vertuschen System, mit dem die Zusammenarbeit von Behörden und der NSU Mördbande kaschiert werden soll!

Auch auf lokaler Ebene werden die Aktivitäten von Faschisten offensichtlich gedeckt. Einen anderen Schluß läßt die Antwort der Polizeibehörde Aachen auf Fragen im Zusammenhang mit der im Kreis Düren stattgefundenen Gründung der Partei „Die Rechte“ nicht zu. Wir dokumentieren noch einmal die Fragen und die nichtssagende Antwort der politischen Polizei Aachen.

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Ekelhaft! Faschistenpack auf dem Theaterplatz in Aachen am 16.03.2013 (mehr…)

Die Friedensharfe

Geschichte. Auf Irreführung der Gegner ausgerichtet: Hitlers Rede zur Außenpolitik am 17. Mai 1933
Von Kurt Pätzold

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Heilrufe und Absingen der Nationalhymne am Ende von Hitlers außenpolitischer Rede. Dieser Reichskanzler übertraf an Verlogenheit alle seine Vorgänger seit 1871 (der Reichstag in der Krolloper am 17.5.1933)
Foto: jW-Archiv

Den ganzen Artikel. hier

Newsletter zur Demonstration: Das Problem heißt Rassismus – Solingen 2013

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Liebe Freundinnen und Freunde,

in knapp zwei Wochen ist es soweit, der Brandanschlag in Solingen jährt sich zum 20. mal. Am 29. Mai 1993 starben in Solingen 5 Mitglieder der Familie Genç bei einem Brandanschlag. Beinahe zeitgleich wurde durch die sogenannte Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich jetzt zum 20. Mal.
Am Samstag, den 25. Mai wird es eine bundesweite Demonstration in Solingen geben, um unserer Solidarität mit den Opfern von Rassismus Ausdruck zu verleihen. Am Jahrestag des Brandanschlages, am 29. Mai, wird es in Solingen eine Gedenkveranstaltung mit anschließender Demonstration zum Ort des Brandanschlages geben. (mehr…)

14. antifaschistisches Befreiungsfest in Düren

Die 14. Auflage der Party der Antifa Düren zum „Tag der Befreiung vom Faschismus“ ging am vergangenen Samstag über die Bühne. Rund 150 überwiegend junge Menschen aus Düren und Umgebung waren als Gäste gekommen, um gemeinsam mit der Antifa-Gruppe zu feiern. Sechs Bands haben uns an diesem Abend mit guter Musik wunderbar unterhalten. (mehr…)

Ehrung für SS-Anhänger

Trauerbeflaggung am Tag des Sieges: Ukrainische Faschisten beklagen Niederlage der Nazis und ihrer Helfer
Von Frank Brendle

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»Meine Ehre heißt Treue«? Neonazis aus Rußland und Litauen marschierten schon im April gemeinsam durch Lwiw (Ukraine), um die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS hochleben zu lassen
Foto: AFP / YURIY DYACHYSHYN

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