Aufschrei gegen Willkür

http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=45233&type=o&ext=.jpg

München. Am Samstag sind im Anschluß an eine Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der bayerischen Staatsregierung 95 Asylbewerber am Rindermarkt in München in den Hungerstreik getreten. Ihr Protest richtet sich gegen die unwürdigen Bedingungen, unter denen sie in der Bundesrepublik leben müssen: schlecht ausgestattete Sammelunterkünfte, Trennung von Familien, »Residenzpflicht«, willkürliche Abschiebungen. In einem Schreiben an Kanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, verweisen die Flüchtlinge auf die Kriege in ihren Herkunftsländern, in denen auch Waffen aus der BRD zum Einsatz kommen. »Deswegen«, heißt es in dem Brief, »sehen wir die deutsche Regierung (und andere Regierungen der ersten Welt) nicht in der Position, uns nach den Gründen für unser Hier-Sein zu fragen oder in ihrem eigenen Rechtssystem darüber zu urteilen.«

Mehr Infos: hier