Archiv für Oktober 2013

Drei rechte ­Gewalttaten täglich

Berlin. Im August 2013 wurden offiziell 1232 Straf- und 66 Gewalttaten registriert, die auf ein rechtsradikales Motiv zurückgehen. Das ist ein Höchststand seit Mai 2010. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. In einer Pressemitteilung vom Sonntag erklärte die Linken-Abgeordnete Petra Pau, daß diese Zahlen vorläufig seien, da die amtlich korrigierten Angaben erfahrungsgemäß um 50 Prozent höher lägen als ursprünglich angegeben. »Dies zugrunde gelegt, werden im Bundesschnitt stündlich zweieinhalb rechtsextreme Straf- und täglich bis zu drei rechtsextreme Gewalttaten offiziell registriert«, sagte Pau.

Aus „Junge Welt“ vom 07.10.2013

Besetztes Haus in Amsterdam ist Flüchtlingsunterkunft

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In Amsterdam wurde vorgestern ein Gebäude des Bayer-Konzerns besetzt. Es ist nun Unterkunft für 200 abgewiesene Flüchtlinge. Falls es zur Räumung kommen sollt sind Soliaktion, auch bei Bayer in Leverkusen, Pflicht.

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EU-Flüchtlingspolitik verantwortlich für Massensterben im Mittelmeer

Mehr als hundert Flüchtlinge sterben vor der Küste Lampedusas

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Wir sind zutiefst schockiert von der jüngsten menschlichen Katastrophe, die sich vor der Küste Lampedusas ereignet. Unsere Gedanken sind bei den vielen unbekannten Menschen, die aus Not und Verzweiflung ihr Leben riskierten und an der Festung Europa scheiterten. (mehr…)

3.Oktober 2013

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Nicht der Widerstand ist kriminell – das System ist es!

Am 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit, feiert das deutsche Kapital alljährlich sich selbst und seine erfolgreiche Ausbeutung und Unterdrückung auf der ganzen Welt. Die Herrschenden in Deutschland feiern ihre Kriege, ihre Überwachung, ihre Unterdrückung fortschrittlicher Bewegungen und ihre auf dem Rücken der Menschen lastende Profitmaximierung. Sie feiern ihre eigenen Verbrechen. Dabei schaffen sie es durch ihre Demagogie und Beeinflussung der Massen, dass jährlich hunderttausende Menschen bei Bier und Würstchen mitfeiern. (mehr…)

Dem Naziaufmarsch in Remagen entgegentreten

Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 23.November in Remagen

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Ob Dresden, Bad Nenndorf oder auch die Aufmärsche für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß in Wunsiedel Anfang der 2000er Jahre:
sogenannte Gedenk- oder Traueraufmärsche stellen mittlerweile einen festen und wichtigen Bestandteil neonazistischer Erlebniskultur dar. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es seit Jahren Bemühungen, einen solchen Aufmarsch in Remagen, einer Kleinstadt zwischen Koblenz und Bonn als Szene-Event zu etablieren. Wir, das Bündnis NS Verherrlichung stoppen!, wollen uns mit den lokalen und gesamtdeutschen Opfermythen kritisch auseinandersetzen.
Vor allem aber werden wir dem Naziaufmarsch in Remagen entschlossen entgegentreten. Das Bündnis versucht ein breites Bündnis in seine Aktivitäten mit einzubeziehen und besteht hauptsächlich aus antifaschistische Gruppen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Geplant ist neben inhaltlichen Veranstaltungen eine Bündnisdemo am 23.November in Remagen, in der wir unsere Kritik am deutschen Opfermythos und den Nazis auf die Straße tragen wollen. Diese soll am selben Tag wie der Naziaufmarsch in Remagen stattfinden und in die geplanten Gegenaktivitäten miteinbezogen werden.

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