Gedenken an den 16. November 1944 in Düren

Der Bürgermeister und sein Anhang können es nicht lassen sich zur Erinnerung an die Bombardierung der Stadt Düren am 16. November 1944 jährlich auf dem Kaiserplatz vor dem Werk des Nazikünstlers Adolf Wamper, dem „Flammenengel“, zu versammeln. Diese Tatsache und die Worte des Bürgermeisters am 16.Nov. 2013 lassen die Schlussfolgerung zu, dass das was in diesem Zusammenhang alljährlich zelebriert wird, an Verlogenheit kaum zu überbieten ist.

„Das Geschenk von fast 70 Jahren Frieden muss Verpflichtung sein“ so der Bürgermeister Paul Larue. Abgesehen davon, dass diese Aussage inhaltlich falsch ist, denn weder weltweit noch in Europa gibt es seit 70 Jahre Frieden, stellt sich die Frage, Verpflichtung wozu? Die Verpflichtung das sich die Bundesrepublik weltweit direkt und indirekt an Kriegen beteiligt? Oder Verpflichtung zu Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus?

Leider ist Realität, dass sich die BRD weltweit direkt und indirect an Kriegen beteiligt und sich Faschisten fast täglich irgendwo im Lande unter Polizeischutz zusammenrotten.

War nicht gerade der vom faschistichen Deutschland vom Zaun gebrochen 2. Weltkrieg ursächlich für die Zerstörung der Stadt Düren verantwortlich? Und ist somit nicht der 16.November 1944 wie lokale Politiker gebetsmühlenartig behaupten , sondern der 31. Januar 1933, der Tag der Machtübertragung an die Faschisten, der „Schwärzeste Tag“ der Stadt?

Wenn Larue auf der diesjährigen Gedenkfeier behauptet „Der Gedenktag ist Verantwortung für die Zukunft“ so ist dem jedoch nur zuzustimmen, wenn endlich die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Konkret bedeutet das, keine Kriegseinsätze der Bundeswehr, Bundeswehr raus aus Afghanistan und den anderen Kriegsgebieten, Schwertern zu Pflugscharren, kein Gedenken vor dem Werk eines Nazikünstlers, Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen und die Beseitigung des Nährbodens für Faschismus und Krieg. Eine andere Welt ist nötig! Arbeiten wir daran!