8.März (internationaler Frauentag) Antiatomdemo in Jülich

Vorbereitungen der Demonstration für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen in Jülich auf Hochtouren

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Noch unter dem Eindruck des Beinahe-GAUs in der Eifel am vergangenen Donnerstag trafen sich zwanzig Aktivisten verschiedener Umweltschutzgruppen aus NRW am Samstag in Düren, um die landesweite Anti-AKW-Demonstration am 8. März in Jülich vorzubereiten.

Der Absturz eines Tornado – Düsenjägers am Donnerstag beim Anflug auf das US-amerikanische Atomwaffenlager Büchel in der Eifel nur 8 km vor dem Stützpunkt hatte noch einmal deutlich gemacht, wie gefährlich und gefährdet die atomaren Anlagen in Deutschland wirklich sind. Wäre das Militärflugzeug am Donnerstag nur wenige Sekunden später abgestürzt, hätte die Eifel ihren atomaren GAU gehabt und evakuiert werden müssen. In Büchel lagern 20 US-amerikanische Atombomben. Der BBU hatte in der Vergangenheit angesichts der Atomwaffen in Büchel immer wieder vor einem „Atomkrieg aus Versehen“ gewarnt. Vor dem Hintergrund des Beinahe – GAUs vom Donnerstag gewinnt die für 8. März in Jülich geplante landesweite Anti-Atom-Demonstration zunehmend an Bedeutung.

Im Gegensatz zu Büchel gilt über Jülich, das ein Atommülllager und einen verstrahlten Forschungsreaktor beherbergt, ein Flugverbot. Doch dieses wird kaum eingehalten. Zivile Flugzeuge und AWACS-Militärflugzeuge, die in Geilenkirchen stationiert sind, kümmern sich wenig um das über Jülich geltende Flugverbot.

Einer der beiden Hauptredner der Demonstration vom 8. März wird mit Dr. Rainer Moormann ein renommierter Forscher und Kritiker von Jülichs Atomobjekten sein. Moormann, der selbst Jahrzehnte für das Kernforschungszentrum Jülich gearbeitet hatte, kennt wie wohl kaum jemand sonst Jülichs Schrottreaktor und dessen Atommülllager.

Aus Japan wird auf der Jülicher Demonstration kurz vor dem Fukushima-Jahrestag Tomoyuki Takada sprechen. Takada, der Fukushima nach der japanischen Atom-Katastrophe von Fukushima mehrfach besucht hatte, wird über die verzweifelte Lage der im Katastrophengebiet lebenden Menschen sprechen.

„Am 11. März 2014 jährt sich der Beginn (!) der Reaktorkatastrophe im Japanischen Fukushima zum dritten Mail und die Lage ist noch immer nicht unter Kontrolle.

Niemand weiß, wo der hochradioaktive Brennstoff der Reaktorblöcke 1 – 3 ist, wie weit er sich in den umgebenden Untergrund gefressen hat. An eine Bergung ist nicht zu denken. Auch das Abklingbecken des nach Wasserstoffexplosionen stark zerstörten Reaktors 4 ist nach wie vor ein unkalkulierbares Risiko“ heißt es im Demonstrationsaufruf.

Die veranstaltenden Organisationen, die sich unter dem Namen „Westcastor“ zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben, gehen davon aus, dass über hundert Organisationen und Gruppen den Aufruf unterschreiben werden.

www.fukushima-jahrestag.de
www.westcastor.de

Deutsche Seite japanischer Anti-Atom-Aktivisten:
www.sayonara-genpatsu.de
Weitere Infos:
www.scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=41899&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=26704cd7b7
http://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Moormann
www.whistleblower-net.de/whistleblowing/fall-beispiele-fur-whistleblowing/ausstellung/ausstellung-rainer-moormann/