Archiv für Januar 2015

»Sie hoffen, dass alles irgendwie vorbeigeht«

In Düsseldorf und Duisburg ziehen sich Teile der Gewerkschaften aus den Protesten gegen antimuslimische Rassisten zurück. Ein Gespräch mit Judith Behrens
Interview: Markus Bernhardt (mehr…)

70 Jahre Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Gedenkstättenfahrt nach Hadamar und Buchenwald mit Übernachtung in Weimar

In Hadamar wurden von den Nazis 15000 Menschen mit Behinderungen ermordet. In Buchenwald wurden ab 1937 eine viertel Million Menschen interniert. Über 50.000 Menschen wurden dort von den Nazis ermordet.Trotzdem organisierten Häftlinge Widerstand und konnten im April 1945 die Wachmannschaften entwaffnen und das Lager den anrückenden Truppen der Amerikaner übergeben.

In Hadamar und Buchenwald werden wir an Führungen teilnehmen.

Wir fahren per Bus und übernachten entweder in der Jugendherberge oder in Pensionen, die Ihr aber privat buchen müsst. Der Preis für die Hin und Rückfahrt liegt bei 40 Euro. Die Übernachtung in der Jugendherberge mit Abendessen und Frühstück kostet ca. 35 Euro. Verpflegung für den Anfahrtstag bitte mitbringen.

Die Plätze sind begrenzt, es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen an die VVN. Anmeldungen aus Lüttich und von Stolberger Schülerinnen und Schülern liegen bereits vor. Angemeldet ist, wer bis zum 31.März 2015 den Beitrag überwiesen hat an das Konto der Aachener VVN-BdA:

Konto Postbank Ffm., IBAN DE05500100600015962605, BIC PBNKDEFFXXX

Abfahrt: Sa. 11.4.2015
um 5.45 Uhr Lüttich
um 6.45 Uhr in Aachen
um 7.00 Uhr in Stolberg
um 8.00 Uhr Frechen, Raststätte.

Sonntag 12.4. 2015 10.00 Uhr Besuch des KZ Lagers Buchenwald. Filmvorführung und Gespräch mit überlebenden Häftlingen, alternativ Führung durch das Lager. Mittags Teilnahme an der Feier der Lagergemeinschaft ehemaliger Häftlinge. Rückfahrt ca 15.00 Uhr. Ankunft in Aachen ca. 21.00 Uhr und eine Stunde später in Lüttich.

http://www.buchenwald.de/nc/896/

Naziangriff in Heinsberg – Wassenberg

Brutaler Überfall an Bushaltestelle: Sieben jungen Männern haben am Dienstagabend in Wassenberg drei Flüchtlinge mit Schlagstöcken angegriffen und dabei fremdenfeindliche Parolen gerufen. Einer der Angegriffenen kam verletzt ins Krankenhaus. Ein Sympathisant der rechtsextremen Szene wurde verhaftet.

Mehr Infos: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/heinsberg/mit-schlagstoecken-maenner-pruegeln-auf-asylbewerber-ein-1.1011508

Antwort auf den Bericht von Jo Ecker

Wenn man diesen liest(siehe: hier), kann der Eindruck entstehen es waren der verdunkelt Dom und das Gebimmel der großen Glocke des Kölner Wahrzeichens und die Kundgebung aus dem bürgerlichen Spektrum, was den Rassistenmarsch am 5.01.2015 verhindert hat. Schon bei der Zahl der Demonstrationsteilnehmer sollte man sich aber nicht auf die von der Polizei veröffentlichten beziehen denn wenn man sich auf Angaben der Polizei verlässt geschieht es häufig, dass die Zahl der Demonstrationsteilnehmer je nach dem mal zu hoch oder mal zu niedrig angegeben werden, was wohl nicht daran liegt, dass es unter den Polizisten niemanden gibt der zählen kann, beziehungsweise in dar Lage ist Schätzungen abzugeben die realistisch sind. (http://archiv.jungewelt.de/2015/01-23/012.php) (mehr…)

Befreiung ohne Befreier

(Bericht: german-foreign-policy) – Mit einer faktischen Ausladung verhindern EU-Staaten die Teilnahme des russischen Präsidenten an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Damit bleibt der höchste Repräsentant desjenigen Landes, dessen Armee dem Massenmord in dem deutschen Vernichtungslager am 27. Januar 1945 ein Ende setzte, von der Gedenkveranstaltung ausgeschlossen. Anwesend sein wird hingegen der Präsident Deutschlands. Joachim Gauck hat schon seine Rede zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen genutzt, um massiv gegen Moskau Stimmung zu machen und das Gedenken an die NS-Verbrechen in einen Appell zum Schulterschluss gegen Russland zu transformieren. In seinen Memoiren äußert Gauck über die Soldaten der Roten Armee, die Deutschland befreiten, sie seien Wesen „mit asiatischen Gesichtszügen“, die „nach Wodka“ gerochen sowie „requiriert und geklaut“ hätten. Vor wenigen Jahren hat er darüber hinaus beklagt, „das Geschehen des deutschen Judenmordes“ werde „in eine Einzigartigkeit überhöht“, weil „bestimmte Milieus postreligiöser Gesellschaften“ nach einem „Element des Erschauerns vor dem Unsagbaren“ suchten. 2010 wurde er mit der Äußerung zitiert, er „frage“ sich, „wie lange wir Deutschen unsere Kultur des Verdrusses noch pflegen wollen“. (mehr…)

6500 protestieren in Köln gegen 150 Kögida-Aktivisten

Nur mit Hilfe des Oberverwaltungsgericht Münster und letztendlich dem massiven Einsatz der Polizei war es den Rassisten von „Kögida“ und „Hogesa“ möglich, heute durch Kölns Straßen zu demonstrieren. Mehrere Tausend Menschen haben gegen diesen Aufmarsch protestiert

Dem Kögida-Aufzug war eine juristische Auseinandersetzung vorausgegangen. Der Kölner Polizeipräsident hatte zunächst den angemeldeten Marsch durch die Innenstadt verboten und zugleich den Kundgebungsort vom Bahnhofsvorplatz einige hundert Meter in Richtung Innenstadt verlegt. Das Kölner Verwaltungsgericht bestätigte das Verbot des Aufzugs, erlaubte jedoch die Kundgebung am ursprünglich geplante Ort auf dem Bahnhofsvorplatz.

Kurz vor der Demonstration hob dann das Oberverwaltungsgericht Münster das Marsch-Verbot für die Kögida-Aktivisten auf. Daraufhin wurden die Sympathisanten des islamfeindlichen Bündnisses von starken Polizeikräften auf einen wenige hundert Meter langen Demonstrationsweg durch die Innenstadt geleitet. Gegendemonstranten begleiteten den Aufzug mit „Haut ab“– und „Nazis raus“-Rufen.

Die Saat der politischen Hardliner und anderer Rassisten geht auf:
http://www.jungewelt.de/2015/01-15/001.php
http://www.jungewelt.de/2015/01-15/065.php
http://www.jungewelt.de/2015/01-16/055.php

http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=67920&type=l&ext=.jpg
Bild: Björn Kietzmann

Zehntausende erinnern an Kriegsgegner Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
Von Claudia Wrobel

Den ganzen Artikel: hier

»Patrioten« zunehmend isoliert

Erneuter Teilnahmerekord bei Pegida-Protest in Dresden. Doch in allen anderen Städten dominieren die Gegner der Islamkritiker. In Düsseldorf verprügelt die Polizei Antifaschisten
Von Markus Bernhardt

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Heuchler

http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=67983&type=l&ext=.jpg
Offenkundig gut gelaunt: Bundespräsident Joachim Gauck, Aiman Mazyek vom Zentralrates der Muslime, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Sigmar Gabriel und Bekir Yilmaz von der Türkischen Gemeinde (v.l.n.r.)
Foto: Maurizio Gambarini/dpa

„Gedenkveranstaltung“

Staatliches Schweigekartell

Zehn Jahre nach dem Feuertod von Oury Jalloh häufen sich Hinweise auf ein Verbrechen im Dessauer Polizeirevier. Und offenbar gibt es Zeugen. Eine Spurensuche

http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=67743&type=l&ext=.jpg

Den ganzen Artikel in : Junge Welt