Antwort auf den Bericht von Jo Ecker

Wenn man diesen liest(siehe: hier), kann der Eindruck entstehen es waren der verdunkelt Dom und das Gebimmel der großen Glocke des Kölner Wahrzeichens und die Kundgebung aus dem bürgerlichen Spektrum, was den Rassistenmarsch am 5.01.2015 verhindert hat. Schon bei der Zahl der Demonstrationsteilnehmer sollte man sich aber nicht auf die von der Polizei veröffentlichten beziehen denn wenn man sich auf Angaben der Polizei verlässt geschieht es häufig, dass die Zahl der Demonstrationsteilnehmer je nach dem mal zu hoch oder mal zu niedrig angegeben werden, was wohl nicht daran liegt, dass es unter den Polizisten niemanden gibt der zählen kann, beziehungsweise in dar Lage ist Schätzungen abzugeben die realistisch sind. (http://archiv.jungewelt.de/2015/01-23/012.php)

Es waren mindestens 10 000 Menschen die am 5.01.2015 in Köln unterwegs waren , um gegen KÖGIDA zu protestieren. Etwa die Hälfte davon mit der ernsten Absicht den Marsch der Rassisten zu stoppen. Nicht der verdunkelte Dom auch nicht das Gebimmel der großen Glocke des Kölner Wahrzeichen haben, wie der Bericht den Eindruck erweckt, den Rassistenmarsch verhindert. Es waren die 5 000 meist jungen Menschen aus dem Antifa-und Linken Spektrum, die den Marsch, gegen die offensichtliche Absicht der Polizei den Rassisten den Marsch mit Polizeiknüppel, Polizeihundestaffel und Kavallerie mit Gewalt zu ermöglichen, blockiert haben. Um Mißverständnisse zu begegnen: Uns ist jeder Widerstand gegen Rassisten und Neofaschisten recht auch wenn er nicht wie so oft unmittelbar dazu beiträgt, unserer Parole keinen Fußbreit diese Menschenfeinden, in die Tat umzusetzen. Diese Antwort auf den Bericht von Jo Ecker soll lediglich den falschen Eindruck den dieser hinterlässt gerade rücken.

Nun noch ein paar Worte zum religiösen Teil dieses Berichts (Abendland-Morgenland). Dieser Einwand ist besonders in Richtung KÖGIDA und deren Sympathisanten gerichtet aber auch an diejenigen, die den brutalen Teil der christlichen Religion gerne ausklammern und so tun als wäre das, was jetzt unter dem Deckmantel des Islam geschieht unter dem des Christentums niemals möglich. Die Religion ist Opium für das Volk und Machtmittel der herrschenden Klasse.
Man sollte sich immer wieder vor Augen führen, dass auch die christlichen Religionen in der Geschichte wahrlich nicht zimperlich waren diese zu verbreiten beziehungsweise durch diese die Machtverhältnisse aufrecht zu erhalten (Hexenverbrennungen, Ketzerei, Kriege, Folter). Wir wollen nicht aufrechnen welche Religion dies auf brutalere Weise gemacht hat. Bei den letzten beiden Kriegen, die von deutschem Boden ausgingen stand auf den Koppelschlössern der Soldaten: „Gott mit uns“, Waffen und Soldaten wurden von Kirchenmännern gesegnet. Die machtpolitischen, ökonomischen Grundlagen der meisten Kriege der Vergangenheit und Gegenwart wurden und werden auch heute noch mit religiösen Floskeln verschleiert. Auch heute können die grundgesetzwidrig an Kriegen beteiligten deutschen Soldaten sich nach dem Morden der Segnung und geistlichen Betreuung durch Pfaffen sicher sein. Wenn man den verabscheuungswürdigen Terror des IS ablehnt und bekämpft was dringend notwendig ist, sollte man nicht so tun als wäre das Christentum, besonders in der Vergangenheit, friedlicher als der IS heute vorgegangen. Wenn behauptet wird deutsche Soldaten kämpfen für Menschenrechte und Freiheit, gegen den IS, oder Ähnliches so ist dies schlichtweg gelogen abgesehen davon, daß mit Krieg kein Problem dieser Welt gelöst wurde und wird. Die angebliche Problemlöser sind das Problem und das Problem heiß Kapitalismus/Imperialismus. Kämpfen wir für die Beseitigung. Die weltweiten sozialen Ungleichheiten und die Kriege der westlichen Welt um Rohstoffe und Absatzmärkte sind der Nährboden für IS und andere Gruppen.

Nie wieder Faschismus, Rassismus und Krieg!
Gegen die Verdummung des Abendlandes
Stoppt Pegida und ihre Ableger aber auch die Stichwortgeber in der Politik!
Was die die Religion (Opium für das Volk) betrifft wird es endlich Zeit, dass als erster Schritt das in der BRD nicht beachtete, im Grundgesetz verankerte, Trennungsgebot von Staat und Kirche durchgesetzt wird.