Keine Neonazi-Kundgebung in Düren!

Stoppt die Hetze von Thießen und Co.!

Unter dem Motto  „Protest gegen Vergewaltigungen deutscher Frauen. Einwanderung stoppen, Grenzen schließen“ ruft die Neonazi-Partei „Arminius – Bund der Deutschen“ für Samstag, 13. Februar zu einer Kundgebung auf dem Kaiserplatz in Düren auf. Die Kleinstpartei, die auch unter dem Label „Die Russlanddeutschen Konservativen“ auftritt, rekrutiert sich aus extrem rechten „Spätaussiedlern“. Bundesweit ist sie völlig bedeutungslos. Die Ankündigung der Aktion in Düren hat wohl damit zu tun, dass der Bundesvorsitzende des Arminusbundes, Johann Thießen aus Hürtgenwald-Brandenberg, im Kreisgebiet lebt. Thießen ist ein langjähriger Aktivist aus der Neonazi-Szene: 2009 kandidierte er etwa für die NPD bei der Kommunalwahl zum Dürener Kreistag und er war Gründungsvorsitzender des völkisch-antisemitischen Vereins „Schutzgemeinschaft ‚Deutsche Heimat‘ der Deutschen aus Russland e.V.“. Thießen unterhielt enge Kontakte in die Holocaustleugner-Szene. Unter dem Eindruck der Silvester-Ereignisse in Köln und der vor allem von russischen Medien verbreiteten Meldung über die angebliche Vergewaltigung einer 13jährigen Russlanddeutschen in Berlin fanden bereits Ende Januar in verschiedenen Städten Demonstrationen rechtsgerichteter „Russlanddeutscher“ gegen Geflüchtete statt. Auch in Düren, hier mischte der „Arminiusbund“ bereits am Rande mit. Thießen und Konsorten wollen das Thema nun weiter für ihre Propaganda nutzen.

Wir stellen fest: Neonazis mit ihrer verbrecherischen Ideologie können niemals eine Interessenvertretung von Frauen sein. Für rassistische Hetze, für eine Versammlung völkischer Antisemiten darf in Düren kein Platz sein!

Wir rufen alle Demokrat/innen und Antifaschist/innen dazu auf, am Samstag, 13. Februar, um 11 Uhr auf den Kaiserplatz zu kommen und deutlich zu machen: Für den „Arminius-Bund“ gibt es keinen Platz – weder in Düren noch anderswo! Wir treten ein für Solidarität mit Geflüchteten
und eine Gesellschaft ohne Sexismus!


1 Antwort auf „Keine Neonazi-Kundgebung in Düren!“


  1. 1 Sybille Haußmann 11. Februar 2016 um 20:47 Uhr

    Liebe Antraf,
    ich unterstütze von ganzem Herzen euer Anliegen, den Kaiserplatz zu füllen, damit für die Rechten Hetzer kein Platz mehr ist.
    Es ist allerdings fatal, den Wortlaut des Aufrufs zu wiederholen und so dazu beizutragen, dass er im Netz verbreitet wird! Wir sollten uns nicht dazu hergeben, diese Parolen zu multziplieren.
    Ich schlage statt dessen folgende Formulierung vor, oder so ähnlich:
    Eine Gruppe rechter Hetzer (Arminius Bund) ruft dazu auf am Samstag ab 12.00 Uhr gegen alle unsere Werte, Freiheit, Toleranz, Menschlichkeit und natürlich auch gegen Flüchtlinge und Einwanderer zu demonstrieren. Hoffentlich sind dann vorher schon so viele Menschen auf dem Kaiserplatz, dass für diese miesen Typen kein Platz mehr ist.
    Viele Grüße
    Sybille

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