Archiv für März 2017

Studienreise nach Buchenwald zum Jahrestag der Befreiung

Das Bertram-Wieland-Archiv plant vom 7. bis zum 9. April 2017 eine zweieinhalbtägige Studienreise zur Gedenkstätte Buchenwald (Weimar). Anmeldungen (siehe unten) sind bis zum 20. März möglich.

Als Programm ist u.a. geplant:

Besichtigung der neugestalteten Ausstellung der KZ-Gedenkstätte

Vortrag zur erinnerungspolitischen Auseinandersetzung um die Gedenkstätte nach 1989/1990

Führung über das ehemalige Lagergelände,

Teilnahme am 8. Treffen der Nachkommen anlässlich des 72. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers (Veranstaltet von der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V.)

Teilnahme an der Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c8/Figuren_buchenwald.jpg/640px-Figuren_buchenwald.jpg
Rudolf Klein, Schoden [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Abfahrt in Düren am Freitag, 7. April 2017 um 12 Uhr, Rückkehr am Sonntag, 9. April gegen 20.30 Uhr. Es besteht eine Zustiegsmöglichkeit in Köln.

Die Studienfahrt können wir dank finanzieller Unterstützung durch das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt für einen Unkostenbeitrag in Höhe von 50,- oder 60,- € (abhängig von der Anzahl der Teilnehmenden) anbieten. In diesem Betrag sind die Kosten für Unterkunft und Anreise enthalten. Untergebracht sind wir in Zweibett-Zimmern in Ferienwohnungen in zentraler Lage in Weimar. Die Anreise erfolgt in Fahrgemeinschaften, die von uns organisiert werden.

Anmeldefrist für die Fahrt ist der 20. März 2017. Wir bitten um verbindliche Anmeldungen per E-Mail an kontakt@bertram-wieland-archiv.de. Bei Rückfragen zur Fahrt stehen wir unter dieser Mailadresse gerne zur Verfügung.

»Klares rassistisches Profil«

Antifaschisten rufen zu Blockaden gegen AfD-Bundesparteitag in Köln auf und warnen vor Tabubrüchen. Ein Gespräch mit Judith Behrens
Interview: Markus Bernhardt

https://www.jungewelt.de/img/700/93047.jpg
Protest gegen den AfD-Parteitag in Hannover im November 2015
Foto: Axel Schmidt/Reuters (mehr…)

Dokumentiert

Stellungnahme zur Absage der Gegendemo vom 07.03.2017
Publiziert am 8. März 2017 von Redaktion Duerener Buendnis

Liebe Freundinnen und Freunde des Dürener Bündnisses,

die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat am Dienstagnachmittag eine Veranstaltung in der Festhalle Birkesdorf (A. Klinz & M. Napiralla GbR) durchgeführt. Termin und Inhalt der Veranstaltung waren schon seit längerem bekannt, jedoch nicht der Ort an dem sie stattfinden sollte. Daher hat das Dürener Bündnis eine Demonstration in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort angemeldet. Leider ist der Ort erst zwei Stunden vor Beginn der AfD-Veranstaltung bekannt geworden, so dass wir uns entschieden haben keinen Aufruf mehr zu starten und die Gegenveranstaltung abzusagen.

Auf seiner Internetseite gibt der AfD Kreisverband Düren an, dass etwa 30 Teilnehmer aus Düren und den benachbarten Kreisverbänden die Veranstaltung besuchten. Währenddessen wurde das Gelände der Festhalle Birkesdorf und des angrenzenden Fußballplatzes der Viktoria Birkesdorf von rund 100 Polizisten abgeriegelt.

Die Praxis, den Veranstaltungsort geheim zu halten und nur intern weiterzugeben ist uns bestens bekannt und wurde jahrelang von der rechtsextremistischen Partei NPD angewendet. Anhänger und Interessierte melden sich per Mail zu der Veranstaltung an und bekommen den Veranstaltungsort erst Stunden vor Beginn mittgeteilt. Auf diese Weise will man ungebetene Gäste vermeiden und politischen Protest verhindern.

Wir sind der Meinung, dass ein solches Verhalten ein Armutszeugnis für eine politische Partei und gleichzeitig eine demokratische Bankrotterklärung ist. Dies ist besonders bemerkenswert, da es sich um eine öffentlich beworbene Wahlkampfveranstaltung handelte. Die AfD betreibt Wahlkampf im Hinterzimmer und schließt Andersdenkende aus. Diese Praxis der AfD widerspricht unseren Vorstellungen einer demokratischen Partei.

Die friedliche und bunte Demonstration in Hambach am 21.02. – unter großer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort – hat gezeigt, dass die Bevölkerung im Kreis Düren nicht bereit ist der AfD den öffentlichen Raum zu überlassen. Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt steht für demokratische Werte wie Toleranz, Vielfalt, Diskurs und Meinungsfreiheit und wird diese Werte auch weiterhin öffentlich vertreten und verteidigen.

Der Sprecherkreis des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt

Anmerkung:
Wir, Menschen aus antifaschistischen Zusammenhänge, schließen uns dem inhaltlich voll an. Wir meinen allerdings, dass es Sinn gemacht hätte, bei bekannt werden des Ortes, diesen sofort öffentlich zu machen. zumal er sich im Stadtgebiet befand. In zwei Stunden hätten wir, sicherlich nicht so viele wie in Hambach, bestimmt einige Menschen zum Protest mobilisieren können. In Zukunft bitte auch kurzfristig herausgefundene Orte und Termine der rassistischen AfD bekannt geben. Was dann geht ist eine Frage, die sich dann im konkreten Fall stellt.

Aufruf zur Demonstration gegen die AfD in Euskirchen

http://www.duerener-buendnis.de/wp-content/uploads/2017/03/B%C3%BCndnis-Eifel-726x1024.jpg

Mehr Infos: hier

Aufruf zur Prozessbegleitung

Das Amtsgericht in Düren hat jetzt den Prozesstermin für die Hauptverhandlung, Vorwurf der Nötigung festgelegt. Das Datum für den Prozess ist der 14.03.2017 in Düren.

Hintergrund sind zwei Ankettaktionen mittels Metallrohr während des Skill Sharing Camp 2014 und der Blockade von Rodungsmaschinen mit einem Halslock während der Rodungssaison im Hambacher Forst Oktober 2014. Im ersten hatte die RWE unter Zuhilfenahme der Polizei zwei Komposttoiletten einreißen lassen (Kompostkloräumung), die mitunter durch die Ankettaktion an einem der Radlader zu stundenlangen Verzögerungen führte. Im zweiten wurde ein sogenannter „Mulcher“ blockiert, in dem sich auf die Maschine begeben wurde und an dieser mit dem Halslock befestigt wurde. Für den Prozess in Düren sind Einlasskontrollen angekündigt. Das kann bedeuten, dass es zu Durchsuchung von Taschen, der Kleidung und Kontrolle der Personalien kommen kann.

Immer häufiger kommt es zu Prozessen und Inhaftierungen von Menschen, die sich hier im Rheinland der lebensfeindlichen Maschinerie der Braunkohleförderung in den Weg stellen. Lasst sie nicht im Regen stehen und seid solidarisch.

14.03.2017, 10:30 Uhr
Amtsgericht Düren
1.Etage, Sitzungssaal 1.25
August-Klotz-Straße 14
52349 Düren

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Rechte Hetzer »geistesverwandt«

Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, kommentierte am Mittwoch Äußerungen aus dem rechten Spektrum zur Inhaftierung von Deniz Yücel:

Die Geistesverwandtschaft rechter Hetzer in Deutschland und der Türkei ist bezeichnend. Ausgerechnet die selbsternannten Kämpfer gegen die »Islamisierung des christlichen Abendlandes« sind sich mit dem islamistischen Diktator Erdogan einig, wenn es gegen die freie Presse geht.

AfD-Funktionäre applaudieren hämisch zur Inhaftierung des Welt-Journalisten Deniz Yücel, Pegida-Frontmann Lutz Bachmann wünscht diesem gar die Hinrichtung in der Türkei. Diese bodenlose Bösartigkeit und Unmenschlichkeit zeigt, wie notwendig entschlossener antifaschistischer Protest und Widerstand ist – in der Türkei wie auch in Deutschland.

Der eigentliche Hintergrund des AfD-Pegida-Lamentos über eine angebliche gelenkte Lügenpresse in Deutschland wird angesichts dieser Ausfälle deutlich – auch hier sind sie sich mit Erdogan einig –: Lügenpresse, das sind alle Medien, die nicht die eigenen Lügen verbreiten.