Rotlicht: Volkstrauertag

Von Jörg Kronauer

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Protest gegen die Kriegsverherrlichung der NPD am Volkstrauertag (19.11.2006 in Rheinau am Oberrhein)
Foto: Rolf Haid dpa/lsw
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Neuer Termin

Ein Antifaschist aus Düren wird jetzt am Freitag, den 05.01.2018 ab 10.00 Uhr im Saal 107 vor dem Amtsgericht in Düren stehen. Der erste angesetzte Termin war damals aufgehoben worden. Folgend findet ihr, was ihm genau passiert ist. Der betroffene Antifaschist darf nicht alleine gelassen werden, denn die Repression gegen ihn gelten uns allen…

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Am 31.01.2016 fand in der Arnoldusklause in Arnoldsweiler eine Veranstaltung der rechten, rassistischen und in Teilen faschistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) statt. Vor dem Eingangsbereich der Gaststätte hatten sich mehrere Menschen versammelt um gegen die Zusammenrottung der Rechten zu demonstrieren. An diesem Protest hat sich auch der Antifaschist beteiligt, dem nun Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen wird. Die Grundlage für die Anklage ist die Falschbeschuldigung des Wirtes, der der AfD seine Räume zur Verfügung gestellt hat. Der Betroffene hat keine Straftat begangen, keine Gewalt angewendet, sondern lediglich an einer Protestaktion gegen die besagte Veranstaltung teilgenommen. AntifaschistInnen , die sich für Toleranz und gegen Fremdenhass engagieren, werden so immer wieder kriminalisiert. Doch davon dürfen wir uns keinesfalls einschüchtern lassen. Der antifaschistische Protest muss weiter gehen.

Wir rufen zur Solidarität und Unterstützung des Antifaschisten auf. Kommt am 05.01.2018 um 10.00 Uhr zahlreich ins Amtsgericht Düren, August-Klotz-Straße 14 , 2. Etage, Sitzungssaal 2.29.
Da dies alles nicht nur Kraft sondern auch Geld kostet (Anwaltskosten, Gerichtskosten usw.) bitten wir um Spenden.
Diese können auf folgendes Konto überwiesen werden:

W. Floss
Volksbank
IBAN: DE83382600826001203019.

Verwendungszweck: „Solidarität ist eine Waffe“

Übrigens sind als Zeugen 3 Mitglieder der AfD geladen. Zwei gehören dem Vorstand des Kreisverband Düren an:
1. ESSler, Bernd, Sprecher (Düren, Vorsitzender AfD-Stadtratsfraktion)
2. Dick, Ralf Schatzmeister aus Kreuzau
3. Gastreich, Steffen aus Heimbach

Gedenken an Pogromnacht in Düren


Foto: Schostal

An allen 10 Stelen, die im Stadtgebiet Düren aufgestellt sind und an die Verbrechen des Faschismus erinnern, versammelten sich am 9. November in Düren Menschen um an die Reichspogromnacht zu erinnern. So auch am Standort in der Schützenstraße (siehe Bild), wo die Stele an die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörte Synagoge erinnert. Aus der Geschichte lernen heißt: Nie wieder Faschismus-Nie wieder Krieg. Von beidem sind wir aber heute noch weit entfernt. Deshalb darf es nicht bei der Erinnerung an an das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte, den Faschismus, bleiben. Der Kampf gegen den deutschen und internationalen Faschismus und Militarismus muß weiter gehen und verstärkt werden. Auch in der Stadt und im Kreis Düren.

Rechter Aufmarsch in Rom

Faschisten feierten in Rom Mussolinis Machtantritt vor 95 Jahren. Polizei hob Schule der Forza Nuova aus
Von Gerhard Feldbauer

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Von den Medien hofiert: Der Chef der faschistischen Forza Nuova, Roberto Fiore, am Samstag in Rom
Foto: Stefano Rellandini/Reuters
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Rechter Bedrohung getrotzt

Antifakongress im Münchener DGB-Haus: Rund 600 Menschen besuchten die Tagung. Draußen hetzte ein AfD- und Pegida-Mob, geschützt von der Polizei
Von Sebastian Lipp, München

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Der gut besuchte Kongress in München diente der überregionalen Vernetzung von Antifaschisten verschiedenster Herkunft und der Selbstverständigung über Aktionsformen
Foto: Antifa Kongress
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Klimakiller angegriffen

Vor der Weltkonferenz forderten in Bonn Tausende den Ausstieg aus Kohleverstromung. Gabriel will Umweltschutz und Ökonomie versöhnen
Von Jana Frielinghaus

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Monstermaschinen gestoppt: Am Sonntag blockierten Aktivisten im rheinischen Revier einen Braunkohlebagger
Foto: Wolfgang Rattay/Reuters (mehr…)

Rechte Agenda

Politiker und Boulevardpresse zeichnen bedrohliche Szenarien unkontrollierter Migration und fordern weitere Asylrechtsverschärfungen
Von Ulla Jelpke

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Vom Grundgesetz auch für Geflüchtete garantierte Rechte haben nur die Betroffenen selbst und ihre Unterstützer in der Bevölkerung auf dem Schirm, hier auf einer Demo in Hamburg, Oktober 2015
Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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Eingeweiht

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Bild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Militärpfarrer Andreas Kölling segnete am Donnerstag Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr. Anlässlich der Eröffnung des Übungszentrums des deutschen Heeres wurde mit kirchlichem Beistand gefeiert: In der Kulissenstadt »Schnöggersburg« in Sachsen-Anhalt soll künftig für den Häuserkampf in Metropolen trainert werden. In der Summe von rund 140 Millionen Euro Baukosten enthalten sind eine Altstadt, ein Marktplatz, eine Moscheekuppel, Regierungsgebäude und sogar 350 Meter U-Bahn-Tunnel. (jW)

Infrastrukturprogramm für rechts

Heute konstituiert sich der Bundestag. Was der Einzug der »Alternative für Deutschland« ins Parlament bedeutet
Von Gerd Wiegel

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Die AfD tritt nicht erst seit der Wahl im Oktober offensiv auf – Mitglieder der »Jungen Alternative« (JA) im ­baden-württembergischen Kirchheim/Teck während des Landesparteitags am 4.10.2014, unter ihnen auch der ­Bundesvorsitzende der JA, Markus Frohnmaier (2. v. r.), jetzt Mitglied des Bundestags
Foto: Junge Alternative/dpa (mehr…)

Von oben herab

Sie schlagen wieder zu: Die Frankfurter Buchmesse 2017 war ein voller Erfolg für die Rechten und ihre Verlage
Von Christof Meueler/Peter Merg

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»Sie trauen sich das jetzt«: Götz Kubitschek (r.) neben Messedirektor Juergen Boos
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (mehr…)